08 Juni 2010 ~ 34 Kommentare

TU-Leitung schließt Studierende von Vorlesung aus

Studiernede, die T-Shirts oder andere Kennzeichen des Bildungsstreiks trugen, wurden heute vom Sicherheitsdienst der TU am Betreten des Audimax gehindert. Die Unileitung war offenbar fälschlicherweise von einer Besetzung des Hörsaals ausgegangen und wollte diese verhindern. “Eigentlich wollten wir nur mit einem Transparent in den Hörsaal und kurz vor der Vorlesung Flyer verteilen um auf das Protestcamp und die Demo am Mittwoch aufmerksam zu machen.” , erklärt Kathrin Schönebeck von den ProtestcamperInnen.

“Doch das Audimax war abgeschlossen und Sicherheitsleute die vor den Türen postiert waren, haben nur für Studierende geöffnet, die keine Zeichen des Bildungsstreiks trugen.”, so Schönebeck.

Dabei wurden offenbar auch Studierende an der Teilnahme der Vorlesung gehindert, die gar nicht an der Aktion teilnehmen wollten sondern einfach nur T-Shirts des Bildusgsstreiks trugen.

So auch der 24 Jährige Student Andreas Wiemhöfer: “Von der Aktion wusste ich garnichts, ich trage nur das Bildungsstreik T-Shirt, weil ich unter anderem die Forderung nach Abschaffung der Studiengebühren gut finde.” Das Wiemhöfer den Hörsaal nicht betreten durfte, wertete er als “Verstoß gegen die Meinungsfreiheit”. Jetzt will der 24 Jährige versuchen, seine Studiengebühren zurück zu erhalten. “Ich bin ordentlich an der Uni eingschrieben und sie hat kein Recht, mich an der Teilnahme an dieser Vorlesung zu hindern.”, so Wiemhöfer.

Die Versuche den Hörssal zu betreten wurden von den AktivistInnen ausführlich per Video dokumentiert.

34 Responses to “TU-Leitung schließt Studierende von Vorlesung aus”

  1. Christlicher Demokrat 8 Juni 2010 at 10:53 pm Permalink

    Krawallmacher aus dem Hörsaal auszuschließen kann nur befürwortet werden!

    Dies darf nicht an der Kleidung alleine festgemacht werden, aber wenn für eine Hörsaalbesetzung aufgerufen wird und die Universität sich dann für die Lehre und die Studierenden einsetzt, die diese Vorlesung hören möchten, und deshalb Menschen den Einlaß verwehrt, die augenscheinlich nach Krawallmachern aussehen, finde ich das vollkommen in Ordnung!

    Es grenzt schon eher an krimineller Energie, wenn für eine Hörsaalbesetzung aufgerufen wird und der Versuch diese nicht stattfinden zu lassen, dann so feige für die Presse ausgenutzt wird! Schande über euch!

  2. Sabine 8 Juni 2010 at 11:28 pm Permalink

    Ich fande diese Türstehermethodik der Unileitung vor dem Audimax heute ganz schön daneben! Ich bin zwar keine Anhängerin des Bildungsstreiks, aber diese dämliche Fragerei, wer ich sei und welche Veranstaltung ich jetzt im Audimax besuchen wolle etc., das empfand ich schon als groben und frechen Eingriff in mein Persönlichkeitsrecht und in meine Privatsphäre! Wir sind hier doch nicht bei 9Live von wegen “Wann wurden Sie geboren?” – “1995″ – “Oh schade, dann sind Sie gerade in unserem Ich-bin-noch-keine-18-Jahre-alt-Raster hängengeblieben. Ihr Gesicht merken wir uns jetzt!” Warum wurde dann nicht gleich auch noch der Inhalt meiner Taschen kontrolliert? Fehlt nur noch, dass man sich in Zukunft mit den Studentausweisen vor Betreten der Hörsäle “identifizieren” muss (nachdem man sich womöglich durch einen dieser tollen neuen Nacktscanner durchleuchten lassen musste)?! Oder habe ich soeben den wahren Sinn des eingebauten RFID-Funkchips erkannt? Und dass wir zu unserer eigenen Sicherheit auch noch vom Personal im Hörsaal eingeschlossen wurden, war ja wohl die Höhe!

  3. Stephan 9 Juni 2010 at 8:30 am Permalink

    @Sabine

    Du hast vollkommen Recht, wenn du dich ärgerst, dass du so überprüft worden bist und ich würde sofort auf die Barrikaden gehen, wenn dies Normalität wäre.
    Jedoch sollte sich dein Zorn gegen die Menschen vom Bildungsstreik richten, denn sie haben offensichtlich in die Welt gesetzt, dass sie das Audimax besetzen wollen, damit die Universität sich zu diesem Schritt gezwungen sieht!
    Das letzte mal wurde ein Hörsaal über Wochen von den Besetzern gehalten und es konnte über eine lange Zeit keine Vorlesung dort statt finden.
    In Frankfurt haben die Studis gar Schaden im Wert von 100.000€ angerichtet!

    Du musst jetzt zwar ein paar Fragen über dich ergehen lassen, aber du bist zu deiner Vorlesung gekommen. Stell dir vor, die nächsten 4 Vorlesungen würden wegen denen ausfallen, der Stoff der Prüfung bleibt jedoch derselbe!

    Ich finde es eine Unverschämtheit, dass die Protestler auf Kosten der anderen Studis ihre Propaganda verbreiten. Wenn es bei Bildungsthemen alleine bliebe und die Aktionen die Studis nicht groß stören, könnte man es ja noch verstehen, aber dann kommt gleich wieder die Forderung nach Abschaffung des Kapitalismus und so… Unglaublich!

  4. Christian 9 Juni 2010 at 10:20 am Permalink

    Ich sehe das so: Wenn die Universität(en) sich wirklich fair für die Studierenden (damit meine ich die gesamte Studierendenschaft) einsetzen und ihre Interessen vertreten würde(n), so müsse sie sich auch nicht gezwungen fühlen, etwas “gegen” die/ihre Studierenden zu unternehmen, wie es mit dieser diskriminierenden Selektion vor dem Audimax gestern der Fall war! Ob Bildungsstreik hin oder her, aber das gegenwärtige Bildungssystem bedarf zweifelsohne eine sinnvolle Novellierung, und keine übereilten Abstriche zugunsten wirtschaftlicher Interessen, wie es in jüngster Zeit leider fast ausschließlich an der Tagesordnung steht.

  5. Querkopf 9 Juni 2010 at 2:33 pm Permalink

    Demnächst, wenn jemand bei mir zuhause klingelt und seine Meinung äußern möchte, muss ich ihn wohl aufgrund der in der Verfassung festgeschriebenen Meinungsfreiheit hereinlassen. Gut zu wissen.

    Ach gibt es da nicht ein Schutz auf Grundbesitz. Naja da muss ich mich wohl täuschen.

  6. Christian 9 Juni 2010 at 3:25 pm Permalink

    @Querkopf:

    Du vergleichst gerade Äpfel mit Birnen :-) … Aber abgesehen davon besitzt Deutschland weder eine Verfassung, noch wurde das Grundgesetz durch die freie Entscheidung des deutschen Volkes beschlossen.

    Wenn das den Menschen nicht Stoff zum Nachdenken gibt… ;-)

  7. Stephan 9 Juni 2010 at 3:42 pm Permalink

    @Christian:
    Zitat:
    “Ich sehe das so: Wenn die Universität(en) sich wirklich fair für die Studierenden (damit meine ich die gesamte Studierendenschaft) einsetzen und ihre Interessen vertreten würde(n), so müsse sie sich auch nicht gezwungen fühlen, etwas “gegen” die/ihre Studierenden zu unternehmen, wie es mit dieser diskriminierenden Selektion vor dem Audimax gestern der Fall war!”

    Die meisten Ungerechtigkeiten im Bildungssystem sind nicht durch die Universität eingeführt worden, sondern durch die Landesregierung!
    Die Universität hat gestern nur versucht, den größeren Teil der Studierendenschaft vor einem kleinen Teil zu schützen. Damit hat sie etwas FÜR ihre Studierenden getan.

    Auslöser für diese Aktion der Universität ist eine Pressemitteilung, die auf dieser Seite noch immer online steht, obwohl der Artikel davon spricht, dass “Die Unileitung [...] offenbar fälschlicherweise von einer Besetzung des Hörsaals ausgegangen” ist.

    Diese Aktion hat mir gezeigt, dass der Universitätsleitung etwas an den Studierenden liegt (und damit meine ich dieses mal wirklich die “Studierenden” und nicht die Studenten!).

  8. Christian 9 Juni 2010 at 4:06 pm Permalink

    @Stephan:

    “Diese Aktion hat mir gezeigt, dass der Universitätsleitung etwas an den Studierenden liegt…”

    Ich sehe das etwas anders: Genau dieses Verhalten der Unileitung hat mir persönlich gezeigt, dass ihr nämlich nur “bedingt” etwas an den Studierenden liegt (ich möchte es nicht quantitativ und/oder qualitativ werten und gewichten, jedoch ist hinlänglich bekannt, dass auch die Uni selbst natürlich ihre eigenen Interessen verfolgt).

    Ich finde nur: Wenn die Unileitung sich für die Interessen der Studierenden einsetzen wollte, so sollte sie sich nicht FÜR Studierende GEGEN Studierende einsetzen, sondern FÜR Studierende GEGEN… die Landesregierung… oder auch mal gegen die Industrie… gegen die Wirtschaft…

    Aber noch weniger sollte es um Schuldzuweisungen gehen, vielmehr sollte endlich aus Missgeschicken und Fehlern gelernt werden, denn Konsequenzen werden schon zu lange gezogen.

  9. Querkopf 9 Juni 2010 at 5:04 pm Permalink

    @Christian

    natürlich haben wir eine Verfassung, sonst hätten wir keine Grundgesetze, auf die ihr euch immer bezieht (Stichwort: Meinungsfreiheit). Wir hätten kein Verfassunggericht etc.. Wir hätten generell kein Rechtssystem, keinen Staat und keine Demokratie und das dies Fakt ist, darum bin ich sehr froh.

    Des Weiteren habt ihr auf eurer Seite angekündigt, dass ihr das Audiomax besetzen wolltet. Wieso rudert ihr jetzt wieder zurück. Jetzt davon zusprechen, dass die Uni jemand ausperren von der Vorlesung wollte, ist lächerlich und verlogen. Man weiß wirklich nicht, was man davon halten soll. Wenn dies eine geplante Provokation war, um die Repressivität der Uni herauszustellen, dann ist das Verhalten durchschaubar und dämlich. Wenn eine Besetzung tatsächlich durchgeführt werden sollte, dann ist dies genauso dämlich.

  10. Stephan 9 Juni 2010 at 6:26 pm Permalink

    @Christian:
    “Ich finde nur: Wenn die Unileitung sich für die Interessen der Studierenden einsetzen wollte, so sollte sie sich nicht FÜR Studierende GEGEN Studierende einsetzen, sondern FÜR Studierende GEGEN… die Landesregierung… oder auch mal gegen die Industrie… gegen die Wirtschaft…”

    Mir ist bekannt, dass namentlich Herr Grünzweig AKTIV etwas gegen die Bachelor/Master Reform in der jetzigen Form unternommen hat und zwar als Vorreiter beim Treffen der Prorektoren für Studium im Ministerium.

    Natürlich sind solche Details den wenigsten Menschen beim Bildungsstreik bekannt, den meiner Erfahrung nach setzen sie sich sehr wenig in den Gremien an, boykotieren sie oder erscheinen erst gar nicht, und das kann an unzähligen Protokollen z.B. der Senatskommissionen und ähnliches belegt werden.

    Dabei möchte ich hier nicht alle Menschen des Bildungsstreiks über einen Kamm scheren. Vor allem, da ich auch ein Befürworter des Bildungsstreiks bin!
    Nur kann ich mich mit dem Ausmaße, welche sie hier und an einigen anderen Orten annimmt, nicht anfreunden. Bemerkenswert fand ich die Mobilisierung des AStA in Münster! Dort gibt es sehr schöne Streikaktionen, wie selbst komponierte Songs oder ähnliche Formen, seinen Unmut Gewicht zu verleihen. Und auch sie hatten einen Hörsaal besetzt, wenn ich mich nicht irre, aber in einer ganz anderen und konstruktiveren Form (soweit aus den Videos ersichtlich).
    Die Diskussionen hier in Dortmund haben die meisten Menschen im Hörsaal eher abgeschreckt.
    Aber ich hole zu weit aus.

    Deinem Abschlusssatz kann ich nur zustimmen:
    “[...] vielmehr sollte endlich aus Missgeschicken und Fehlern gelernt werden[...]“

  11. Dick 10 Juni 2010 at 10:15 pm Permalink

    @Stephan: Dem kann ich nur beipflichten.

    Ich selbst versteh mich zwar als Unterstützer des Bildungsstreiks, doch verkommt das immer mal wieder zum Happening der “extrem linken”. Ich persönlich möchte mich nicht vor den karren spannen lassen die Meinung aller linksextremer Gruppierungen der Uni zu vertreten. Bei vielen gehts doch mehr ums Protestieren oder um das Happening einer Besetzung als einem wirklichen Fortschritt in der Sache.

    Außerdem find ich es immer wieder bemerkenswert wie schnell sich so mancher in seinen Grundrechten verletzt fühlt. Häufig gehts doch mehr darum eine wie auch immer geartete Repression gegen sich selbst zu provozieren um sich danach als Opfer darstellen zu können. Echt Leute der Protest muss auf ne sinnvollere Art geführt werden als sonne Kinderkacke. So nimmt einen doch keiner mehr Ernst, so macht man sich selbst zur Randgruppe in der Studierendeschaft.

    Ich hoffe mal das es demnächst wieder kreativer lustiger und sinnvoller weitergeht.

  12. Sebastian 11 Juni 2010 at 10:58 am Permalink

    Ich finde es wirklich schade, dass sich diese seltsamen Gestalten aus dem Mini-Camp vor der EF50 den Bildungsstreik auf die Fahne schreiben. Die Ziele des Bildungsstreik gehen doch total unter. Wer nimmt einen auf diese Weise noch ernst? Ich kann nur hoffen, dass der Bildungssteik auf eine breitere gesellschaftliche Ebene gestellt wird.

  13. enttäuchter Student 12 Juni 2010 at 9:53 am Permalink

    Ich finde es wirklich schade, dass ihr euch berechtigten Fragen nicht mehr stellt. Ich dachte euch geht es um einen Diskurs. Stattdessen ignoriert ihr einfach berechtigte Kritik. Mit euren herren Zielen ist es wohl nicht weit her.

  14. Jette 12 Juni 2010 at 2:15 pm Permalink

    Alles muss man selber machen…

    Verstehe, dass es Menschen gibt die sich von den “ProtestcamperInnen” vor der EF50 abgeschreckt fühlen. Denke aber auch, dass das Problem darin liegt das ein Großteil der Studierendenschaft nicht wirklich bereit ist für ihre Ideale einzustehen. Wenn man schon Angst hat bei einer Veranstaltung zu fehlen und deswegen nicht an einer Demonstration teilnimmt, dann stimmt doch etwas nicht!
    Ich bin mir sicher, dass es sich bei den Campern nicht um irgendwelche radikalen Spinner handelt. Es kann doch nicht sein dass man immer nur funktionieren soll.
    Der Austausch über Perspektiven, Inhalte und Zukunft des Protests muss weitergehen…also lasst uns alle zusammenreißen und unsere Vorurteile abbauen. Kommt ins Camp, diskutiert mit, geht zur Stupa-Wahl!

  15. Querkopf 13 Juni 2010 at 10:45 am Permalink

    Also ist ja mal nett, dass sich eine genötigt fühlt zu antworten. Eine Reaktion auf die Kritik ist dies aber nicht. Dieser Beitrag ist vielmehr ein typisches Beispiel für eine politische PM, die auch von irgendeiner Partei hätte kommen können, und keine Erklärung für euer verlogenes Verhalten ist.

    Aber wo du recht hast, alle Studierenden sollten zur Wahl gehen und vermeiden, dass solche linksextremen Spinner wie ihr den AStA stellt. Ansonsten hätten wir wahrscheinlich das ganze nächste Jahr dieses Mini-Camp auf dem Campus.

  16. Dick 13 Juni 2010 at 2:45 pm Permalink

    Ich gehe gerne für meine Intressen demonstrieren und hab das auch immer so gemacht. Nur wenn andere mir erzählen wollen wofür ich demonstriere find ich das Schade, vor allen dingen weil der Bildungsstreik teilweise dafür mißbraucht wird auch mal für alle linksextremen Positionen Flagge zu zeigen. Ich war auch im Camp, deshalb find ich ja das es eher eine Lustige Party als ein Protest darstellt.

  17. Querkopf 13 Juni 2010 at 3:31 pm Permalink

    Dick in einem Punkt gebe ich dir vollkommen recht, dass der Bildungsstreik von linksextremen Gruppen instrumentalisiert wird, ihre politischen Vorstellungen durchzudrücken. Ich verstehe mich selbst als politisch links und bin auch ein Befürworter des Bildungsstreik, aber diese lächerliche Provokation im Audimax ist ein Beispiel von mehreren für die undemokratische Vorgehensweise dieser Gruppe.

    Leider glaube ich, dass die Gruppen des linksextremen Sprektrums in Dortmund ignorante und undemokratische Spinner sind, die eigentlich auch keine Ahnung mehr haben, was der einzelne Studierende eigentlich noch möchte. Sie ersetzen den Willen der Studierenden mit ihren Idealen, verändern aber die Bezeichnung nicht.

    An dieser Stelle sage ich nein danke und ich hoffe, dass es mir bei der Wahl nächste Woche viele Studierenden gleich tun.

  18. kai 14 Juni 2010 at 11:15 am Permalink

    Also, ganz kurz:
    insbesondere an “querkopf”: vielleicht solltest du mal deinen Definition von “links” überdenken. Mein Geheimtipp: weniger Mainstream-Medien, weniger youtube-videos, weniger halbgare Vorurteile. Ich weiß nicht, was du die unter “Linksextremisten” vorstellst, erkenne aber, dass du keine Ahnung davon zu haben scheinst, wer oder was das überhaupt ist.

    Ebenso wie die meisten anderen kritischen Stimmen hier. Es ist eine billige Masche, die Bildungstreik-Leute über den “Extremismus-Kamm” zu scheren und von Instrumentalisierung und Propaganda zu reden. Zeugt schlicht von Unwissenheit, heimlichem Groll über die eigene Unzufriedenheit und fehlendes Eingeständnis dafür, dass man zu faul ist selbst etwas ändern zu wollen.

    Desweiteren könnten so einige noch einmal in einem guten Sachbuch nachlesen, wie es sich genau mit unserem Grundgesetzt verhält, das ist ja höchstpeinlich hier und wird hoffentlich von niemandem sonst gelesen…nicht vom “deutschen Volk” legitimiert und so,sehr weitsichtig…

    Ich bin übrigens kein Camper, aber für eine politisierte Studierendenschaft, die sich endlich von Vorurteilen und Halbwissen frei macht und somit handlungsfähig wird.

  19. ähm... 14 Juni 2010 at 12:01 pm Permalink

    Was ist denn an “Kein Gott, kein Staat, kein Hochschulrat” nicht extrem? Und wie bitte ist das nicht extrem, wenn auf einer BILDUNGSDEMO Anti-Polizei-Hymnen gesungen werden und die Antifa ihr Banner vor mir ausrollt?

  20. kai 14 Juni 2010 at 1:19 pm Permalink

    Ach “die” Antifa also..ich war nun auch dort und das was ich gesehen habe waren ca. 20 SchülerInnen in Schwarz die 2 Antifa-Flaggen dabei hatten. Natürlich ein aufregendes Ereignis mit gewissem Posing-Faktor, aber immer noch wesentlich politischer als offenbar um die 80% der TU-StudentInnen. Es ist doch klar, dass man mit der konservativen Sicht auf die Problematik des aktuellen Bildungssystems nicht den Background erfassen kann. Bildung ist nunmal ein politisches Thema, und wenn man keinen Plan von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhängen hat oder diesen nicht erkennen WILL, steht es jedem Studierenden frei, die 24h offene Bibliothek aufzusuchen und sich vielleicht einmal thematisch einzulesen und zu BILDEN. Vielleicht kann man dann auch diese lächerliche Polarisierung mal der Bild-Zeitung überlassen und miteinander reden.

  21. Lisa 14 Juni 2010 at 1:33 pm Permalink

    Glückwunsch, Kai. Du polarisierst überhaupt nicht mit deinen Beiträgen. Bewundernswert! *IRONIE* Wer solche Forderungen stellt, sollte sich selber daran halten, oder?

  22. kai 14 Juni 2010 at 2:13 pm Permalink

    Frei nach dem Motto “Wers sagt isses Selber!” oder wie?

  23. ähm... 14 Juni 2010 at 2:41 pm Permalink

    “aber immer noch wesentlich politischer als offenbar um die 80% der TU-StudentInnen”

    = hauptsache IRGENDWIE politisch und wie genau, is wurscht?

    “Es ist doch klar, dass man mit der konservativen Sicht auf die Problematik des aktuellen Bildungssystems nicht den Background erfassen kann. Bildung ist nunmal ein politisches Thema, und wenn man keinen Plan von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhängen hat”
    = Wer anderer Ansicht ist, hat keinen Plan?

  24. kai 14 Juni 2010 at 2:57 pm Permalink

    “hauptsache IRGENDWIE politisch und wie genau, is wurscht”

    das ist albern und auch nicht meine Aussage. Ich habe keine politische Position bezogen, falls es nicht aufgefallen ist. Ich habe wiedergegeben, was ich gesehen habe. Und die Teilnahmezahlen von Studierenden (nicht auf der Demo) an demokratischen Veranstaltungen wie etwa einer Vollversammlung oder Wahlen lassen einen solchen Schluss durchaus zu.

    “Wer anderer Ansicht ist, hat keinen Plan?”

    Nein. Wer anderer Ansicht ist und sich statt diskursiv mit unterschiedlichen Positionen zu befassen und an konstruktiven Lösungen mitzuarbeiten mit kryptischen Blog-Einträgen zufrieden gibt ist aber in seiner Kritik wenig glaubwürdig.

  25. Dick 14 Juni 2010 at 5:04 pm Permalink

    Ich finds komisch das die meißten kritischen Beiträge sich grundsätzlich als Befürworter des Bildungsstreiks verstehen viele sogar auch als linke, jedoch die Kritik nicht ernst genommen wird. Was ist das für ein Demokratieverständnis wenn man zur Selbstreflexion nicht fähig ist. Und wieso ist man nur dann politisch wenn man an JEDER demo teilnimmt und an JEDER Versammlung. Politisch ist es auch wenn man dort fern bleibt um sich nicht für die Ziele anderer vereinahmen zu lassen(Stichwort linksextreme).

    Ich weiß das nicht jeder teilnehmer linksextrem ist was ich auch gut finde aber nach außen kann man das häufig nicht erkennen weil man sich nicht von extremen Positionen distanziert.

  26. Lisa 14 Juni 2010 at 7:00 pm Permalink

    Nee, aber persönliche Meinungen mit der Bildzeitung zu vergleichen, lässt sich schon gut als Polarisierung bezeichnen, oder darauf zu verweisen, dass man nur beschränkt gebildet ist, weil man/frau seine oder ihre Bildung nur aus den Mainstreamzeitungen bezieht. Das ist für mich keine politisch sachlich geführte Diskussion, wie du sie selber einforderst.

  27. Querkopf 14 Juni 2010 at 10:31 pm Permalink

    @Kai
    Zitat: “…vielleicht solltest du mal deinen Definition von “links” überdenken.”

    Linksextremismus bezeichnet politische Strömungen bzw. Gruppen, die die parlamentarische Demokratie und dem Kapitalismus ablehnen. Ein Kommunist bzw. ein Sozialist ist als ein Linksextremist. Des Weiteren was ich ganz wichtig finde, beinhaltet der Linksextremismus die Ablehnung der Verfassung aus benannten gründen. Spätestens an diesem Punkt habe ich ein Problem und auch in diesem Forum wurde ich ja schon darüber belehrt, dass wir eigentlich keine Verfassung haben. Ich will ja ungern Klugscheissen, aber Kai du scheinst keine Ahnung von Staatstheorie zu haben. Verfassungen werden durch Wahlen legitimiert und durch das Verfassungsgesetz geschützt. Also wird bei jeder Bundestagswahl zugleich die Verfassung aufs neue legitimiert. Soviel hierzu.

    Ich möchte auch noch mal betonen, dass ich es sehr gut finde, wenn Studierende für ihre Interesse politisch aktiv sind. Ich kann es aber nicht verstehen (und hier sind wir wieder bei dem Ausgangsthema), dass ihr auf einer solch verlogenen Art und Weise versucht, eure Interessen druchzusetzen. Erst kündigt ihr die Besetzung an und als es nicht funktioniert hat, wolltet ihr es doch nicht mehr. Die geplante Provokation zeigt doch nur, wie weit ihr schon von der Realität entrückt seit. Außerdem ist es offensichtlich, dass ihr selbst nicht mehr wisst, wie ihr euer Verhalten nach außen vertreten sollt, ansonsten würden wir hier nicht die ganze Zeit Scheingefechte führen.

    Anderer Meinung sein und das Wort “linksextrem” zu verwenden, heißt nicht, dass man unterbelichtet ist und nur die Bild-Zeitung liest. Achso was mir zu diesem Punkt einfällt: Wenn man andere Personen diskreditieren möchte, indem man ihnen den Konsum von Massenmedien vorwirft, spricht das für eine gewisse Verachtung der Großteil der Bevölkerung, die anscheinend zu dumm ist, sich anders zu bilden.

    Wenn man nun diese ganzen Äußerungen zusammensieht, erinnert es mich an ein Zitat von Bertolt Brecht gegenüber der sozialistischen Regierung der DDR, die glaubte, ihre Antworten wären unanfechtbar und absolut:
    “Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?”
    In einer gewissen Weise trifft das auch auf euch zu. Ihr wundert euch, dass eure Aktionen keine Sympathien erwecken, dann solltet ihr euch vielleicht einen anderen Personenkreis als die Studierenden der TU Dortmund suchen.

  28. Christian 15 Juni 2010 at 1:54 am Permalink

    Bzgl. “deutsches Volk”, was ich oben schrieb, damit wollte ich in keinster Weise provozieren, sondern es handelt sich hierbei schlicht um einen Terminus, der sich durch den gesamten Gesetzestext des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland zieht, angefangen bei Artikel 1 (Abs. 2; eigentlich aber schon im Präambel) bis hin zum letzten Artikel 146 [Geltungsdauer des Grundgesetzes] (übrigens auch sehr interessant).

    Nun gut, ich entschuldige mich für meine Aussage “Deutschland habe keine Verfassung”. In der Tat betrachten und/oder akzeptieren fast alle deutschen Staatsbürger -und organe das Grundgesetz als Verfassung. Aber aufgrund des geschichtlichen Hintergrundes zur Entstehung des Grundgesetzes muss man nicht zwangsläufig der Auffassung sein, dies als Verfassung (und den sich damit ergebenen Folgen) nicht in Fragen stellen zu dürfen oder es als solche anerkennen zu müssen. Diskussionsstoff sowie allerlei Informationen dazu finden sich reichlich in der Literatur, im Netz und sonstwo… daher sollte in diesem Forum meiner Meinung nach auch wieder Abstand davon genommen werden.

    Was ich aber klarstellen möchte: Das ist nur meine Meinung. Ich repräsentiere hier weder ein “ihr”, noch ein “uns”, noch ein “euch”, noch den “Bildungsstreik” und/oder dessen Befürworter, Gegner oder wen auch immer, noch vertrete ich irgendeine (partei-)politische Gesinnung.

    Schade fande ich, dass man, sofern man sich nicht explizit als Bildungsstreikgegner (ich interpretiere es mal so und behalte es im Hinterkopf, dass zwischen dem Bildungsstreik und den ProtestlerInnen auf dem Campus der TU zur Zeit ein differenziertes Verständnis sowie Meinungen unter den StudentInnen vorherrschen) positionierte, gleich das Gefühl bekam, quasi als Anhänger angeprangert zu werden (selbstverständlich kann ich mir das auch in umgekehrten Sinne vorstellen). Diskussionen sollen nicht ausfallend oder nur von/durch Kontrapositionen bestimmt werden – und vor allem: niemand sagt, Diskussionen müssen oder gar dürfen nur hier und dort oder nur mit diesen und jenen Gesinnten/Gruppen/Menschen/wie auch immer geführt werden… Was man auch immermal wieder gerne vermisst, ist, neue Sichtweisen in eine Diskussion aufzunehmen und einzubringen, um auch bei verhärteten Fronten wieder menschlich aufeinander zuzugehen zu versuchen – ein sollen schließlich Diskussionen sein und bleiben, keine Diskurse. Wir sind doch alle nur Menschen :-) .

  29. :-D 15 Juni 2010 at 7:25 am Permalink

    @Christliche Demokraten: Für wie blöd haltet ihr eigentlich die Studis? Sich als Liste der “Christlichen Demokraten” zu tarnen um konservative Stimmen abzufangen ist ganz sicher eine nette Idee, wenn man nicht wüsste, dass ein Großteil eurer Namen noch vor ein paar Monaten auf Listen für den Bildungsstreik bzw. der Linken liste zu finden waren. Was für ein Sinneswandel!

    Und: Wie unglaublich arm! Fällt euch so wenig zu eurem Bildungsstreik-Thema ein, dass ihr zu solchen Mitteln greifen müsst?

  30. schlaufuchs 15 Juni 2010 at 12:39 pm Permalink

    Linksextremismus JETZT
    Linksextremismus JETZT
    Linksextremismus JETZT JETZT JETZT

    oh man is das beschränkt hier…

    @Querkopf: Wer sich im ersten Posting darüber ausheult, dass Deutschland keine Verfassung hat, welche “vom deutschen Volk” legitimiert ist, und sich in einem späteren Posting selber politisch “links” einordnet, kann nicht ernstgenommen werden.

  31. Querkopf 15 Juni 2010 at 10:13 pm Permalink

    @schlaufuchs

    ich zitier mich mal aus den von dir genannten Posting selbst:

    “natürlich haben wir eine Verfassung, sonst hätten wir keine Grundgesetze, auf die ihr euch immer bezieht (Stichwort: Meinungsfreiheit)”Also ich weiß ja nicht, was du gelesen hast, aber vielleicht solltest du demnächst genauer hinsehen.

    Im Satz darauf habe ich mich möglicherweise etwas missverständlich ausgedrückt. Natürlich meine, dass ich froh darüber bin, in einem Land mit einer demokratischen Verfassung zu leben.

    Abgesehen davon kann ich die Zielrichtung deines Beitrags nicht erkennen. Meinst du, dass ich froh darüber bin, dass wir eine demokratische Verfassung haben, widerspricht der politischen Einordnung in das linke Spektrum? Oder soll man deinen Beitrag andersherum verstehen, wenn man also links ist, sollte man nicht froh darüber sein, in einem Land mit einer demokratischen Verfassung zu leben?

    Und dieses “Linksextremismus JETZT” verstehe ich auch nicht. Wir haben über die Auslegung und die Verwendungsweise von dem Begriff “Linksextremismus” diskutiert, aber es war weiß Gott nicht der einzige Gegenstand unserer Diskussion. Wenn du meine Beiträge genauer gelesen hättest, ging es mir in der Diskussion um die fragliche Verhaltensweise, auf die sich die ursprüngliche PM bezieht. Statt aber einer vernünftigen Erklärung erhält man hier diesen hysterischen Beitrag “Linkextremismus JETZT JETZT JETZT”.

    Was bezweckst du eigentlich damit? Du glaubst, mich könnte man nicht ernst nehmen? Mal ehrlich, lese dir einfach noch mal deinen Beitrag durch und dann frage dich, ob dieser tatsächlich auf eine vernünftige bzw. durchdachte Position hinweist.

  32. SchokoHase 16 Juni 2010 at 9:37 pm Permalink

    Nein ich bin nicht beim Camp dabei. Ja ich finde es gut das überhaupt etwas an der Uni für eine bessere Bildung läuft. Ja Ihr dürft mich linksextrem nennen weil der Begriff eh nur gemacht worden ist um den normalen Bürger in mir von meinem demokratisch handelnden ich zu trennen. Wer das nicht versteht ist auch nicht schlimm denn man könnte auch mit mir privat darüber reden nur mir wird der Raum dazu von der Unileitung genommen.
    Leute ich verstehe euch nicht. Der Bildungsstreik letztes Jahr hat was gebracht denn in manchen Fakultäten ändern sich jetzt was. Das besetzen des Hörsaals war für manche doof aber für andere ist es auch doof das sie nicht an die Uni kommen können weil sie das Geld nicht haben.
    Geht es denn jedem immer nurnoch um sich selber? Sind andere Menschen nicht mehr wichtig? Meint ihr echt das die Protest Leute das nur aus Spass an der Freude machen?
    Ich könnte heulen wenn ich einige Aussagen hier lese und ich kann vor Wut garnicht erst alles zuende lesen denn die Aussagen nerven mich total. Ich bin enttäuscht davon das Sozialdemokraten der JUSOs und der Falken in Dortmund sich zurück ziehen beim Thema Bildungsstreik und lieber mit möchtegern Christen die sich auch Demokraten nennen gegen Menschen wettern die nie “Extremisten” sein wollten und es auch hoffendlich nie werden.
    So ich glaube jetzt kann ich nicht mehr und ihr fragt euch alle was wollte er damit aussagen.
    Ich möchte vermutlich sagen – Wer sich nicht bewegt der spürt auch seine Fesseln nicht – und wer sich einmal bewegt hat der wird ganz schnell zum bösen Menschen für andere weil man ihn nicht mehr verstehen will.
    Leute redet doch mal über Bildung und über Bildungspolitik. Geht mal in Schulen in die Dortmunder Nordstadt oder in Essen Katernberg und schaut euch an was die Kinder dort machen müssen. Es geht ihnen zuhause scheiße weil sie mit Opa in einem Zimmer schlafen müssen und Mama ist im Knast und sie werden nie aus der Situation raus kommen wenn sie nicht die Möglichkeit haben irgendwoher Bildung zu bekommen die auch ihnen Freude bringt.
    So das war es von mir. Stellt mir Fragen oder lasst es sein. Geht zu den Leuten im Camp oder lasst es sein. Ich schreibe euch hier nurnoch eins wir sind alle Menschen und jeder ist anderes als der andere trotzdem sollten wir alle aber wirklich alle die gleichen Rechte aber auch Pflichten haben dann kann es erst funktionieren.
    demokratische also kritisch denkende Grüße aus dem Schokoladenland.

  33. Dick 16 Juni 2010 at 10:33 pm Permalink

    Ich stehe immer noch hinter den meißten Zielen des Bildungstreiks(hab grad nicht alles parat aber kann auch sein das ich hinter allen stehe) Aber ich möchte das der Bildungstreik sich auch darauf beschränkt diese Forderungen zu artikulieren und nicht gleich alle anderen Forderungen die man sonst sowieso noch immer mal artikulieren wollte vermischt wird. Und ich möchte das ein Streik seriös geführt wird. Und ich finde es immer wieder wunderbar das man seine Meinung auch über diese Seite artikulieren kann, ist ja auch ne Form von Dialog hier.

    Ich halte mich momentan übrigens noch ein wenig bedeckt im Bildungstreik weil ich auch erst einmal abwarten möchte vll haben wir ja Glück und die Studiengebühren werden schon bald verschwinden. Man hat ja in den letzten tagen töne gehört die in diese Richtung gehen.


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